B.o.B. | Vol. 18 | Ludwig Nuss, Benyamin Nuss, John Goldsby

Musik aus „Porgy and Bess“

Vol. 18 der Corona-Hilfsplattform für Kölner Künstler „B.o.B. – Berühren ohne Berührung“ aus den Riverside Studios Cologne mit dem deutschen Jazzposaunisten Ludwig Nuss, dem Klassik- und Jazzpianisten Benyamin Nuss, dem US-amerikanischen Jazz-Bassisten John Goldsby sowie einem Quintett des Staatsorchesters „Rheinischen Philharmonie“ aus Koblenz. - Auf dem Programm  steht Musik aus „Porgy and Bess“. Sie wurde speziell arrangiert für Ludwig Nuss von dem US-amerikanischen  Jazz-Pianisten, Arrangeur, Komponist, Musikpädagoge und Produzent Michael Abene. Er war von 2004 bis 2014 Chefdirigent der WDR Big Band. Moderiert wird die Sendung von der Kölner Moderatorin Emily Whigham. 

Ludwig Nuss, 1961 geboren, studierte an der Musikhochschule Köln bei Jiggs Whigham. Das Konzertexamen im Fachbereich Jazzposaune schloss er mit Auszeichnung ab. Er arbeitete zunächst als freischaffender Musiker mit eigenen Jazz-Formationen in der Kölner Studioszene. In den Jahren 1988-1991 war er 1.Posaunist beim Musical "Starlight Express" in Bochum, 1992-96 Posaunist und Solist in der „SDR Big Band Stuttgart“. Seit September 1996 ist er Mitglied der „WDR Big Band Köln“ und seit 2002 dort 1.Posaunist und Posaunensolist. Seit 1987 war er zudem 1. Posaunist des „Paul Kuhn Orchesters“. 2007 bis 2012 war Ludwig Nuss außerdem Professor für Posaune/ Ensemblebegleitung am das „Jazz-Institut Berlin“. Als Jazzsolist und Pädagoge gibt er Konzerte und Workshops im In- und Ausland. Er machte zahllose Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und Tonträger mit zahlreichen berühmten Jazz-Musikern. Nuss gibt Konzerte im Duo mit dem Pianisten Michael Abene, in seinem Trio mit John Goldsby und Benyamin Nuss, in Ensembles mit seinem Bruder, dem Jazzpianisten Hubert Nuss und mit diversen Quartett- oder Quintett-Besetzungen. 

Benyamin Nuss, 1989 in Bergisch Gladbach geboren, ist Pianist und Komponist. Als Sechsjähriger erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Viktor Langemann in Erftstadt. Ab 2004 unterrichtete ihn der Konzertpianist Andreas Frölich in Bonn. 2006 wechselte er an die Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, wo er nach Beendigung des Abiturs sein Studium im Hauptfach Klavier fortsetzte. Außerdem besuchte er Kurse bei namhaften Lehrern. 2015 absolvierte Nuss seinen Masterabschluss mit Auszeichnung. - 2003 machte er den 2. Preis beim internationalen „Duo-Festival Bad Herrenalb“ und gewann den „Bernd Alois Zimmermann-Preis“ der Stadt Erftstadt. 2004 errang er mit der Höchstpunktzahl den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Wertung Duo (Klavier und ein Blechblasinstrument) mit Bruder Jonathan Nuss. 2005 führte er mit dem Landesjugendorchester NRW als Solist das „1. Klavierkonzert“ von Beethoven auf. 2006 wurde er Stipendiat der „Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung“ und gab Klavierabende sowie Konzerte mit Orchestern in NRW und den „Warschauer Symphonikern“. 2008 war er mit zwölf Konzerten als Solist im Zyklus „Best of NRW“ zu hören. 2009 trat er mit dem „WDR Rundfunkorchester Köln“ in dem Konzert „Symphonic Fantasies“ auf. 2010 gab er ein Solokonzert in Trier. Im September 2010 erschien sein Debütalbum „Benyamin Nuss plays Uematsu“. Mit diesem Album ging er international auf Tournee, darunter Japan, wo er auch mit der „Rhapsody in Blue“ von Gershwin und dem „Klavierkonzert in G-Dur“ von Ravel auftrat. Weitere Tourneen: 2015 China und 2016 USA. 2016 trat er zudem mit dem Leipziger „Gewandhausorchester“ in Bernsteins 2. Sinfonie „The Age of Anxiety“ für Klavier und Orchester auf. – Er spielt auch als Jazzpianist mit seinem eigenen Jazzquartett und in einem Trio mit Vater Ludwig Nuss und Bassist John Goldsby.

John Goldsby, 1958 in Louisville/Kentucky (USA) geboren, ist Jazz-Bassist, Komponist, Lehrer und Autor. Er lebt in Lohmar bei Köln. Den Bass entdeckte er schon als Jugendlicher für sich und hatte Unterricht sowohl bei klassischen als auch Jazz-Bassisten. Erste Sporen verdiente er sich als freier Jazz-Musiker in Louisville, bevor er 1980 nach New York City ging. In der New Yorker Jazz-Szene konnte er sich als First Call Bassist etablieren und mit zahlreichen bekannten Musikern sowie Big Bands in Konzerten und Aufnahmen mitwirken. Außerdem ist er auf vielen Folgen von Jamey Aebersold’s „Play-Along“-Serie zu hören, die Generationen von werdenden Jazz-Musikern als Übungsmaterial dient. 1994 wurde er in die „WDR Big Band Köln“ berufen, wo er seitdem festes Mitglied und Solo-Bassist (akustischer und E-Bass) ist. Daneben spielt er in kleineren Besetzungen Jazz-Musikern und hat  eine eigene „Jazz & Talk“-Reihe bei Steinway in Köln, in die er regelmäßig Musiker einlädt. - Als Lehrer und Dozent wirkte Goldsby weltweit auf zahlreichen Workshops mit. Er hatte außerdem Lehraufträge am „William Paterson College“ (New Jersey), an der “Hochschule für Musik“ (Köln) und der „Folkwang Hochschule“ (Essen). Seit 2016 ist er Gast-Professor für Jazz-Kontrabass, Ensembleleitung und Masters-Coaching am „Conservatorium Maastricht“ (Niederlande). 

Text: Hans-Joachim Breuer